Chavez für Ahmadinedschad

Gegen political correctness: In acht Tagen erscheint das erste COMPACT, herausgegeben von Jürgen Elsässer


Drei Denkanstöße für die weitere Debatte:

Israel hat sich angeblich nicht in die Kampgne um Wahlbetrug in Iran reingehängt und wiegelt ab – im Unterschied zur EU. Auf medienanalyse-international.

Daniel Neun auf radio-utopie kümmert sich um die Videos der erschossenen Demonstrations-Ikone und behauptet, die Aufnahmen seien inszeniert. Konnte ich noch nicht nachprüfen, aber sollte man tun.

Und schließlich ohne Worte eine Agenturmeldung zur Haltung von Chavez. In der Linken, auch in D., ist der Venezolaner ein Idol. Was sagen seine Fans aber dazu?

Proteste in Iran: Chavez stärkt Ahmadinedschad den Rücken
12:25 | 22/ 06/ 2009

MOSKAU, 22. Juni (RIA Novosti). Venezuelas Staatschef hat dazu aufgerufen, Iran und den “triumphalen” Sieg von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad bei den Präsidentenwahlen anzuerkennen.

“Es wird versucht, die Stabilität der iranischen Revolution zu untergraben, deshalb rufen wir die Welt auf, Iran zu respektieren”, sagte Chavez in seiner wöchentlichen Fernsehsendung nach Angaben von AFP.

“Ahmadinedschads Triumph ist unbestreitbar”, so Chavez. “Man versucht, seinen Triumph madig zu machen und auf diese Weise die Regierung und die islamische Revolution zu schwächen. Ich weiß aber, dass das ihnen nicht gelingen wird.”

Darüber hinaus veröffentlichte Venezuelas Außenministerium eine Erklärung, in der die “harte und unbegründete Kampagne von außen” kritisiert wird.

Die Demonstrationen der Opposition waren nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses ausgebrochen, wonach Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad mit 62,63 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde.

Sein Hauptrivale Hossein Mussawi, der laut amtlichen Angaben 33,75 Prozent der Stimmen erhalten hatte, warf den Behörden Wahlmanipulation vor.

Am vergangenen Sonnabend nahmen die Unruhen eine neue Dimension an: Laut unterschiedlichen Angaben kamen dabei 13 bis 19 Personen ums Leben. Rund 100 wurden verletzt und mehr als 450 festgenommen.

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Jetzt COMPACT abonnieren!

Das Warten hat ein Ende, und das Herumärgern mit den politisch-korrekt zurechtgeschliffenen Linksblättchen Junge Welt und ND auch: Anfang Juli erscheint das erste Booklet in der Reihe COMPACT:

Jürgen Elsässer (Hrsg.), GEGEN FINANZDIKTATUR. Die Volksinitiative – Grundsätze, Konzepte, Ziele.

Mehr dazu: http://www.kai-homilius-verlag.de/vp/12.10/index.php

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info@juergen-elsaesser.de

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COMPACT erscheint jeden Monat neu: Im August schreibt Knut Mellenthin, der bekannte Autor von Junge Welt und anderen, über Obama. Im September geht es um Winnenden, was an der Polizeiversion nicht stimmt, aus der Feder von Andreas Hauß, zusammen mit Matthias Bröckers einem der 9/11-Bestsellerautoren bei Zweitausendeines.

Die Bücher haben jeweils ca. 110 Seiten, werden brandaktuell produziert und zum Kampfpreis von 7.50 Euro auf den Markt gebracht. Angestrebt wird der Aufbau eines breiten Abonnentenstamms. – Mehr Informationen in den nächsten Tagen, u.a. die Abokonditionen. Hier erstmal einige Ausführungen zum Konzept der COMPACT-Reihe:


COMPACT: Was verboten ist, macht uns gerade scharf

In Zeiten der Krise versuchen die Regierenden, ihre Untertanen stärker zu kontrollieren. Früher machten sie das mit plumper Zensur, heute wollen sie vor allem unsere Kommunikation beherrschen: Krieg heißt Frieden, Sklaverei wird Freiheit genannt und Unwissenheit als Stärke gerühmt. Indem man die Sprache verarmt, schränkt man das Denken ein und macht Kritik zahnlos: Wer ein Wort wie „Volk“ ausmerzt, verhindert eine Diskussion um die Weiterentwicklung der Demokratie, die ohne diesen Grundbegriff nicht vorstellbar ist. Wer den Begriff „Konzentrationslager“ auf die deutsche Vergangenheit beschränkt, wird die Realität von Abu Ghraib und Guantanamo nicht beschreiben können. Wer vom „Zionismus“ nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen.

COMPACT wird die Dinge beim Namen nennen. Was verboten ist, macht uns gerade scharf – das ist das Motto dieser Schriftenreihe. Im ersten von mir herausgegebenen Band, den Sie gerade in den Händen halten, geht es um Volk und Volksinitiative. Im zweiten werden die US-Konzentrationslager Thema sein, die auch der neue Präsident nicht schließen wird. Im Herbst werden wir  uns den zionistischen Kriegsverbrechen in Gaza widmen. COMPACT ist das Gegengift zur politischen Korrektheit, also zur Ideologie der Neuen Weltordnung, die in den Massenmedien und auch in der linken Presse zum unantastbaren Tabu geworden ist.

Nur ein Einwand gegen unser ehrgeiziges Projekt ist vorstellbar: Die ewigen Skeptiker werden sagen,  man könne kein neues Printmedium am Markt platzieren, schon gar nicht in Zeiten der Wirtschaftskrise. Außerdem könne man rebellische Inhalte längst kostenlos lesen, im Internet. Diese Entwicklung mag tatsächlich für Tageszeitungen eine Gefahr sein, die mit der Schnelligkeit der elektronischen Medien nicht Schritt halten können. Aber gut recherchierte Bücher, anhand derer der Leser die Inhalte  der www-Wundertüten überprüfen können, werden durch die Blogger-Inflation nicht überflüssig, sondern noch notwendiger. Die COMPACT-Bände, das verspreche ich Ihnen als Herausgeber, werden nie politisch korrekt, aber immer in den Fakten korrekt sein – und dabei aktuelle Themen so schnell aufgreifen, wie man das ansonsten nur von Zeitschriften kennt.

Natürlich hat es Aufklärung nicht leicht, vor allem in diesem Land. “Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde,” erkannte schon Napoleon Bonaparte.  Als Gegenrezept empfahl Karl Marx: „Es handelt sich darum, den Deutschen keinen Augenblick der Selbsttäuschung und der Resignation zu gönnen. Man muß den wirklichen Druck noch drückender machen, indem man ihm das Bewußtsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert. (…) Man muß das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen.“

Voila: COMPACT wird dem Volk Courage machen – wenn Sie, die Leser, uns dafür die finnziellen Mittel verschaffen. Mit anderen Worten: Abonnieren Sie JETZT!

Jürgen Elsässer, Herausgeber


  1. schaumschläger

    auf n24 zeigte man eine koptuchtragende frau,die aus dem ausland ein ende der religiösen diktatur forderte.
    der name ist mir leider entgangen, aber sie wurde als “chef des iranischen wiederstandes” bezeichnet.
    ein weiteres highlight der unabhängigen berichterestattung war der satz : ” russlands präsidend medwedew hält zu ahmadineschad und unterstützt damit indirekt das brutale vorgehen.”
    es ist fast schon satire…

    ps. warum werd ich immer gelöscht ?

  2. schaumschläger

    auch youtube hat sich dem freiheitskampf der unterdrückten verschrieben :
    auf der startseite ist oben eine linkleiste aufgetaucht – BREAKING NEWS : FOR THE LATEST VIDEOS FROM IRAN…

    die konzerne im kampf für die freiheit-ein traum wird war !

  3. Thomas

    Der Begriff „Konzentrationslager“ wurde erstmals nachweisbar 1896 während des kubanischen Unabhängigkeitskrieges gegen die spanische Kolonialmacht verwendet.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager

    “Erfunden hatte ihn der britische Feldmarschall und Politiker Earl Horatio Herbert Kitchener erstmals im Krieg gegen die holländischstämmigen Buren in Südafrika um 1900. Er internierte dort die Frauen und Kinder seiner Feinde. Der Begriff „Konzentrationslager“ zu jener Zeit sollte nicht gleichgesetzt werden mit den Arbeits- und Vernichtungslagern des Nationalsozialismus. Der Begriff „Konzentrationslager“ diente in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts europaweit als Bezeichnung für Gefangenensammellager und ist daher zu relativieren.”

    Quelle; Wikipedia

    Thomas

  4. @Schaumschläger: Diese Frau mit Kopftuch kann nur Mariam Rajawi gewesen sein, die Chefin einer aus dem Irak heraus operierenden Terrorgruppe, die sich “Volksmojahedin” nennt.

    Ansonsten wacht vielleicht der eine oder andere Linke auf und überlegt wenigstens, ob er dieses Mal bezüglich Iran nicht genauso der Propaganda aufgesessen ist wie der Ottonormalbürger.

  5. schaumschläger

    @Ummhussain
    Mariam Rajawi – genau, das war ihr name.

    sind “schlafende linke” überhaupt linke oder nicht schon längst ottonormal bürger ?

    ich persönlich kann mit dem begriff “links” nicht mehr viel anfangen – es gibt ja auch schon linke Rechte und rechte Linke.
    eine opposition die sich im kreis dreht und ihre energien für lagerkämpfe einsetzt.
    eine solche bewegung ist natürlich ein segen für die mächtigen.
    diesen gedanken hatte ich beim aufwachen.

    schön gruss

  6. “ich persönlich kann mit dem begriff “links” nicht mehr viel anfangen – es gibt ja auch schon linke Rechte und rechte Linke.”

    Eben, diese Begriffe treffen es irgendwie nicht mehr. Umso schlimmer, dass die “Linke” (die Partei) immer noch alten Ideologien nachhängt, das sieht man ja vor allem daran, wie sie sich zur Volksinitiative (an)stellt.

    LG

  7. kei

    Um Marx Willen man verschone die Menschheit vor Elsässer, Matthias Bröckers, Ahmedinedschad und die russische Regierung und sonstigen linken, rechten oder mittleren Verschwörungstheoretikern: Darwin ist Quatsch; es gab keine Mondlandung; 9/11 war vom CIA/Mossad/FBI/dem Güstrower Schutzenverein und/oder der Bäckerblume geplant und durchgeführt; die Erde ist eine Scheibe; mein Hawaii-Hemd ist ein Norweger-Pullover; Putin ist ein Demokrat; die Antifa ist gegen Faschismus; Impfungen sind efährlich; die Bilderberger/ Illuminaten beherrschen die Welt; die Wahlen im Iran waren astrein; die Revolutionsgardisten sind Menschen; der Islam ist Frieden, Ahmadinedschad hilft den Armen und so weiter und so fort blablablablablablablabla

  8. Walter

    Um Marx Willen, man verschone die Menschheit vor den Elsässers, Matthias Bröckers, Ahmedinedschads, russischen Präsidenten und sonstigen linken, rechten oder mittleren Verschwörungstheoretikern: Darwin ist Quatsch; es gab keine Mondlandung; 9/11 war vom CIA/Mossad/FBI/dem Güstrower Schützenverein und/oder der Bäckerblume geplant und durchgeführt; die Erde ist eine Scheibe; mein Hawaii-Hemd ist ein Norweger-Pullover; Putin ist ein Demokrat; die Antifa ist gegen Faschismus; Impfungen sind gefährlich; die Bilderberger/ Illuminaten beherrschen die Welt; die Wahlen im Iran waren rechtens; die Revolutionsgardisten sind Menschen; der Islam ist Frieden, Ahmadinedschad hilft den Armen; Elsässer ist ein kluger Mann und so weiter und so fort blablablablablablablabla

  9. schaumschläger

    @walter

    gehören die genannten nicht zur menschheit ?
    und wer sollte dafür sorgen , dass sie dich verschonen – ein wächterrat ?

    sollten die von dir kritisierten elemente, dich aber nach auforderung immer noch nicht in ruhe lassen , dann hole bitte die polizei.

    und die erde ist sowieso hohl ;)

  10. Da kann ich nur sagen: Bravo, Commandante Hugo!! Und zu vielen Pseudolinken kann ich nur sagen: Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir, wer du bist…und da gibts dann sich selbst “links” nennende Leutchen, deren Freunde offenbar Angehörige der objektiven fünften Kolonne Washingtons sind…

  11. Herbert Rautenberger

    Chávez ist doch der beste Freund von Diktator Lukaschenka. Da wundert es mich auch nicht, dass er sich für die Diktatur im Iran stark macht. Venezuela war mal Grund zur Hoffnung, leider hat sich inzwischen rauskristallisiert, dass dort genau dasselbe rauskommt, wie meistens in den vergangenen 100 Jahren, wenn linke Utopien verwirklicht werden sollen: Vielfalt und Meinungsfreiheit bleiben auf der Strecke.

  12. Eine Frage an Herbert Rautenberger: Meinen Sie, in Deutschland gibt es Meinungsfreiheit? Bei Israelkritik ist aber – der politischen Korrektiheit halber – ganz schnell schluss mit lustig.

  13. Robert

    “Chávez ist doch der beste Freund von Diktator Lukaschenka.”

    Für mich ein Grund mehr, um Chavez zu mögen. Dank Lukaschenka sind Belarus “Reformen” a la Jelzin erspart geblieben.

  14. Erzkonservativer

    Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren in diesem Forum.

    Bin zufällig auf diese Seite gestoßen. Kann dazu nur sagen: Respekt! Bin konservativ bis auf die Knochen, habe aber gerade deswegen rein gar nichts mit Neonazis zu tun und verbitte mir jegliche dahingehenden Unterstellungen! Möchte in Bezug auf Persien zustimmen: Die halbstarken Lümmels und der Krawallpöbel, welcher sich da gegen die Ordnung auflehnt, haben nichts mit dem anständigen Volke zu tun. Wenn der Ami seinen Willen bekommt, dann wird aus Persien eine CocaCola-Republik, geprägt von banaler Unkultur und von Rockern, Punkern und ählichen Figuren. Man kennt ja diese ganzen neumodischen “Trends” aus Amerika.

    Wie bereits erwähnt, bin und bleibe ich ein altkonservativer Knochen, finde es aber außerordentlich schneidig von dem Herrn Elsässer, sich als Linker so deutlich gegen die Randale in Teheran auszusprechen. Wären alle Linken so, wäre selbst ich in Versuchung geführt, mich mal überhaupt näher mit linken Thesen zu beschäftigen.

    Mit freundlichen Grüßen.

  15. Cthulhu

    Bei dieser Mische aus krudem Antisemitismus, Nazi-Revisionismus, Möchtegernlinksseingeschwätz und gravierender Unkenntnis der hier verharmlosten Diktaturen (einfach mal mit den Leuten aus diesen Ländern reden!) ist meine Prognose:
    Ihr werdet nicht widerlegt werden. Ihr werdet wie alle lahmen Theorien und ihre Vertreter in Vergessenheit übergehen. Kein Aas wird sich für eine unsinnige Weltauslegung interessieren, die verpeilte Dogmatiker im Iran und Diktatoren (Präsi auf Lebenszeit, hm?) in Venezuela als Revolutionäre darstellt. Was kommt als nächstes? Nordkorea als letzter Zufluchtsort der antizionistischen, antikapitalistischen und damit natürlich auch notwendig antiamerikanischen Front? Geht arbeiten! Ihr werdet den Liberalismus nie schwächen können, Ihr habt ihm nichts entgegenzusetzen. Menschen wollen partizipieren. Der Kapitalismus ist der Motor der Demokratie! Euer Massenumerziehungswahn wird mit Euren Expertenrunden enden. Ha!

  16. Me.

    Zwischen Tel Aviv und Teheran

    von Uri Avnery
    27.06.2009

    Uri Avnery ist ein israelischer Journalist, Schriftsteller und Friedensaktivist. Er war in drei Legislaturperioden für insgesamt zehn Jahre Parlamentsabgeordneter in der Knesset

    “Für Mir-Hussein Mousawi haben Hunderttausende demonstriert und Hunderttausende haben für Mahmoud Ahmadinejad demonstriert. Das sagt etwas über die Leute und über das Regime.

    Könnte sich jemand vorstellen, Hunderttausende würden sich auf Kairos Tahrir-Platz gegen die offiziellen Wahlergebnisse dort versammeln? Die Polizei würde – lange bevor sich dort tausend Menschen versammeln – das Feuer eröffnen.

    Würde es etwa tausend Menschen in Amman erlaubt sein, gegen Seine Majestät den König zu demonstrieren? Schon die Idee wäre absurd.

    Vor einigen Jahren eröffneten die Saudi-Sicherheitskräfte in Mekka das Feuer auf unkontrollierbare Pilger. In Saudi Arabien gibt es nie Proteste gegen Wahlergebnisse – einfach darum, weil es keine Wahlen gibt.

    Im Iran jedoch gab es Wahlen und wie! Sie sind häufiger als in den USA, und die iranischen Präsidenten wechselten öfter als die amerikanischen. Allein die Proteste zeigen, wie ernst die Bürger dort die Wahlergebnisse nehmen.

    NATÜRLICH ist das iranische Regime nicht in dem Sinne demokratisch, wie wir Demokratie verstehen. Es gibt einen Obersten Leiter, der die Spielregeln bestimmt. Religiöse Körperschaften sortieren die Kandidaten aus, die sie nicht mögen. Das Parlament kann keine Gesetze annehmen, die dem religiösen Gesetz widersprechen. Und die Gesetze Gottes sind unveränderlich – höchstens kann ihre Interpretation verändert werden.

    All dies ist den Israelis nicht ganz fremd. Von Anfang an hat das religiöse Lager versucht, Israel in einen religiösen/ theokratischen Staat zu verwandeln, in dem das religiöse Gesetz (Halacha genannt) über dem Zivilen Recht steht. Gesetze, die vor Tausenden von Jahren auftauchten und die als unveränderbar angesehen werden, würden den Vorrang vor den Gesetzen erhalten, die von der demokratisch gewählten Knesset erlassen wurden.

    Um den Iran zu verstehen, müssen wir nur auf eine der bedeutenden israelischen Parteien schauen: Shas. Auch diese hat einen Obersten Leiter, Rabbiner Ovadia Josef, der alles entscheidet: er bestimmt die Parteiführung; er wählt die Kandidaten für die Knesset aus; er dirigiert die Parteifraktion, wie sie bei jedem einzelnen Punkt abzustimmen hat. Bei Shas gibt es keine Wahlen. Und im Vergleich zu den häufigen Wutausbrüchen des Rabbiners Ovadia, ist Ahmadinejad ein Modell der Mäßigung.

    WAHLEN SIND in jedem Land anders. Es ist sehr schwierig, die Glaubwürdigkeit der Wahlen des einen Landes mit der eines anderen zu vergleichen.”

    (…..)

    http://zmag.de/artikel/zwischen-tel-aviv-und-teheran

    grüsse




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